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Ich weiß nicht, was ich will - wie finde ich es heraus?

tamarabaumann9
23 minutes ago
3 min read

„Was willst du eigentlich?“

Eine Frage, die eigentlich ganz harmlos klingt. Und trotzdem kann sie unglaublich viel Druck auslösen.

Wir wachsen mit der Vorstellung auf, dass wir irgendwann wissen sollten, was wir wollen. Welchen Beruf wir machen möchten. Wo wir leben wollen. Wie unsere Beziehung aussehen soll. Wie unser Leben in fünf Jahren aussieht.





Wir sollen einen Plan haben, Entscheidungen treffen und unser Leben selbst in die Hand nehmen.

Aber was, wenn du gerade keine Antwort darauf hast?

Was, wenn du einfach nicht weißt, was du wirklich willst?

Vielleicht vergleichst du dich dann mit anderen, zweifelst an dir selbst oder hast das Gefühl, irgendwie „hinterher“ zu sein. Dabei bedeutet nicht zu wissen, was man will nicht automatisch, dass mit einem etwas nicht stimmt.

Vielleicht bist du gerade einfach an einem Punkt, an dem etwas Altes nicht mehr richtig passt, während das Neue noch nicht klar ist.


Was will ich und was soll ich wollen?


Ich glaube, dass wir uns diese Frage viel häufiger stellen dürfen.

Denn nicht alles, was wir wollen, kommt tatsächlich aus uns selbst.

Manche Vorstellungen übernehmen wir von unserer Familie, unserem Umfeld oder der Gesellschaft. Andere entstehen aus Erfahrungen, die wir gemacht haben.

Vielleicht glaubst du, du müsstest einen sicheren Job haben.

Vielleicht denkst du, du solltest längst wissen, wo du im Leben hinwillst.

Vielleicht hast du gelernt, dass Erfolg eine bestimmte Form haben muss.

Und irgendwann fühlt sich das alles so selbstverständlich an, dass wir gar nicht mehr hinterfragen, ob es unsere Vorstellungen sind.

Eine Frage kann dabei helfen:


„Will ich das wirklich oder glaube ich nur, dass ich es wollen sollte?“


Manchmal ist es leichter, zuerst herauszufinden, was du nicht willst


Wenn du gerade nicht weißt, was du möchtest, musst du nicht sofort deinen perfekten Lebensplan finden.

Vielleicht beginnst du erst einmal bei dem, was sich nicht mehr richtig anfühlt.

Was tut dir nicht gut?

Was möchtest du nicht mehr?

Welche Situationen kosten dich immer wieder Energie?

Wo gehst du über deine eigenen Grenzen?

Und wo in deinem Leben merkst du vielleicht schon länger: „Eigentlich möchte ich das so nicht mehr.“

Das bedeutet nicht, dass du sofort alles verändern musst.

Bewusstwerden und Verändern sind zwei verschiedene Schritte.

Der erste Schritt kann einfach darin bestehen, etwas ehrlich wahrzunehmen.

Denn manchmal entsteht Klarheit zunächst dadurch, dass wir erkennen, was nicht mehr zu uns passt.


Und dann geht es darum, dich selbst wieder kennenzulernen.


Um herauszufinden, was du willst, musst du dich selbst kennen.

Nicht nur deine Ziele.

Sondern auch deine Bedürfnisse, deine Werte, deine Grenzen und das, was dich wirklich berührt.

Was macht dir Freude?

Was inspiriert dich?

Wann fühlst du dich lebendig?

Mit welchen Menschen fühlst du dich wirklich wohl?

Was gibt dir Energie und was raubt sie dir?

Und vielleicht auch:

Wann fühlst du dich eigentlich ganz bei dir?

Klarheit entsteht nicht immer dadurch, dass wir noch mehr nachdenken.

Manchmal entsteht sie, wenn wir beginnen, uns selbst wieder zuzuhören.


Du musst nicht heute wissen, wie dein Leben in fünf Jahren aussieht.


Vielleicht darfst du dir erlauben, dass du noch nicht alle Antworten hast.

Du darfst dich verändern genauso wie deine Meinung.

Du darfst feststellen, dass etwas, das früher richtig für dich war, heute nicht mehr zu dir

passt.

Und du darfst einen neuen Weg einschlagen, auch wenn du noch nicht genau weißt, wohin er führt.

Anstatt dir die Frage zu stellen:

„Warum weiß ich nicht, was ich will?“

Stell dir lieber die Frage:

„Was kann ich heute über mich selbst herausfinden?“

Denn manchmal beginnt Orientierung nicht damit, dass wir den ganzen Weg sehen.

Sondern damit, dass wir den nächsten Schritt erkennen.

 
 
 

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