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Selbstbeobachtung in der Praxis: Stolperfallen und wie du sie vermeidest

tamarabaumann9
vor 2 Stunden
2 Min. Lesezeit

Wir möchten uns selbst besser verstehen, unsere Muster erkennen und bewusster durchs Leben gehen. Selbstbeobachtung kann uns dabei helfen, unsere Gedanken, Gefühle und Reaktionen besser wahrzunehmen.

Doch dabei gibt es eine kleine Falle: Auch aus der Selbstbeobachtung kann schnell ein neues Projekt der Selbstoptimierung werden. Plötzlich bewerten wir unsere Gedanken, ärgern uns über alte Verhaltensweisen oder versuchen, möglichst achtsam und gelassen zu reagieren.

Aber genau darum geht es eigentlich nicht.


Wenn Selbstbeobachtung zum Druck wird


Eine typische Stolperfalle ist, dass wir unsere inneren Prozesse nicht einfach wahrnehmen, sondern sie sofort verändern wollen.

Wir bemerken beispielsweise, dass uns eine Situation triggert, und denken: Warum reagiere ich immer noch so? Ich müsste doch eigentlich schon weiter sein.

Anstatt uns selbst besser kennenzulernen, setzen wir uns damit erneut unter Druck.

Dabei bedeutet Selbstbeobachtung zunächst einmal, wahrzunehmen, was gerade in uns passiert ohne sofort etwas verändern zu müssen.


Du musst nicht alles sofort akzeptieren


Auch der Anspruch, liebevoll und akzeptierend mit uns selbst umzugehen, kann zur Herausforderung werden. Denn eine solche Haltung lässt sich nicht einfach auf Knopfdruck herstellen.

Wenn wir uns gerade über uns selbst ärgern oder bestimmte Gefühle am liebsten loswerden möchten, hilft es wenig, uns zusätzlich dafür zu verurteilen, dass wir nicht liebevoll genug mit uns umgehen.

Manchmal ist der erste Schritt viel kleiner: Wir bemerken, dass wir uns gerade kritisieren. Wir erkennen unseren Widerstand, ohne ihn sofort beseitigen zu müssen.


Du musst nicht alles an dir gutheißen. Aber du darfst lernen, dir selbst mit mehr Verständnis zu begegnen.


Wie gelingt Selbstbeobachtung im Alltag?


Es braucht dafür keine komplizierten Methoden. Oft reicht es, im Alltag kurz innezuhalten und sich ein paar Fragen zu stellen:

  • Was geht gerade in mir vor?

  • Welche Gedanken und Gefühle nehme ich wahr?

  • Bewerte ich mich gerade oder beobachte ich mich einfach?

  • Muss ich jetzt wirklich etwas verändern, oder darf das gerade einfach da sein?


Es geht nicht darum, auf jede Frage eine Antwort zu finden. Vielmehr darfst du neugierig auf dich selbst bleiben und dir erlauben, nicht alles sofort verstehen oder lösen zu müssen.


Bewusstwerdung statt Selbstoptimierung


Selbstbeobachtung ist kein weiterer Punkt auf deiner To-do-Liste. Sie ist eine Möglichkeit, dich selbst besser kennenzulernen und deine inneren Prozesse bewusster wahrzunehmen.

Vielleicht erkennst du dabei alte Muster, vielleicht verstehst du deine Reaktionen besser. Und manchmal besteht der wichtigste Schritt einfach darin, wahrzunehmen, dass du dich gerade wieder unter Druck setzt.

Du musst nicht perfekt beobachten, akzeptieren oder loslassen. Entwicklung darf Schritt für Schritt geschehen.


🎧 Die neue Podcastfolge: Geerdet & Abgehoben


In meiner aktuellen Folge von „Geerdet & Abgehoben – Zwischen Psychologie und Spiritualität“ spreche ich darüber, welche Stolperfallen uns bei der Selbstbeobachtung begegnen können und wie wir vermeiden, daraus ein weiteres Projekt der Selbstoptimierung zu machen.

Du erfährst, warum es nicht darum geht, alles sofort verändern zu müssen, und weshalb eine akzeptierende und liebevolle Haltung sich selbst gegenüber nicht einfach auf Knopfdruck entsteht.


Hör gerne rein und begleite mich auf dieser Reise zwischen Psychologie, Spiritualität und persönlicher Entwicklung. 



Deine Tamara ♡

 
 
 

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